Da wurde ich doch wirklich gefragt, ob die verschiedenen Amerikaner so erfolgreich sind, weil möglicherweise die Schiris…? Nein! Seht euch an, wie viele der Südamerikaner dieses Jahr eine tolle Saison bei Vereinen in Europa gespielt haben. Chilenen und Kolumbianer waren die Aufsteiger im Klubfußball europäischer Vereine, während Argentinier und vor allem Brasilianer enttäuschten genauso wie sie nun enttäuschen. Nun, Brasilien und Argentinien sind gut dabei, aber sie enttäuschten selbst geringe Erwartungen. Für die Süd- und Mittelamerikaner gilt es wie bei anderen Mannschaften auch, das Auftreten als Einzelfälle zu beurteilen.

Mexiko, Costa Rica oder beispielsweise Kolumbien haben als Mannschaft zusammengefunden. Persönliche Eitelkeiten werden zurückgestellt. Aber das kann man auch bei beispielsweise Frankreich, Kroatien und noch den Niederländern erkennen. Dazu wirken diese Mannschaften fit, während Argentinier, Italiener und vor allem die Portugiesen nach einer halben Stunde aktivem Stehen so wirken als müssten sie für Wochen ins Sauerstoffzelt.

Jetzt nach dem zweiten Spieltag dürfen oder müssen einige Mannschaften schon die Heimreise planen. Doch auch diese müssen einzeln betrachtet werden. Über die Engländer wird hergezogen als hätten sie gespielt wie die Mannen um Christiano Ronaldo. Aber was ist eigentlich passiert? Zwei Spiele wurden unglücklich verloren und hätten genauso gut mit einem Unentschieden enden können. Es gibt also keinen neuen Grund über England zu lästern. Die Probleme wusste man vorher. Auf der anderen Seite muss Bosnien&Herzegowina schon nach Hause fahren, obwohl die Mannschaft einen wirklich guten Fußball zeigte und an Pfosten und Schiedsrichter scheiterte. Dass desolate Kameruner schon ausgeschieden sind, ist ja fast schon eine Gnade für den afroamerikanischen Fußball. Ach ja, der Weltmeister ist ja auch ausgeschieden. Fast vergisst man das, weil es so früh geschehen ist. „Das Ende des Tiki-Taka Fußballs“, wurde dieses Scheitern genannt. Eine geradezu obszön dümmliche Wiederholung eines blinden Klischees, denn vielleicht waren es 15 Minuten, die Spanien mit Kurzpässen spielte. Es gab schlicht und einfach kein „Tiki-Taka“, weil die Seleccion inzwischen nicht mehr fit genug ist, um den Aufwand des schnellen Ballgewinns durchzuziehen. Es waren ja nie die langen Ballstafetten sondern eben das Erdrücken der gegnerischen Mannschaft durch die rasante Zweikampfführung, die Spanien so erfolgreich gemacht haben.

Natürlich werden die Spiele nun giftiger und unsauberer, jetzt da es um den Verbleib im Turnier geht. Angesichts der Entscheidungen rund um Elfmeter und dessen, dass es, glaube ich, noch keine einzige Verwarnung wegen einer Schwalbe gab, muss man sich die Frage stellen, was eigentlich die Schiedsrichter tun müssen, um im Turnier zu bleiben. Diese können ja nicht in jedem Spiel etwas dafür tun, dass der Gastgeber am Ende Weltmeister wird. Ach ja, sie können dafür sorgen, dass nicht doch noch oben links NIG-GER eingeblendet werden muss. Ein Spiel das es zu verhindern gilt.