Gruppe G
Deutschland, Portugal, Ghana, USA

Gibt es nun in der Gruppe G einen Favoriten oder nicht? Die Wettbüros sagen definitiv: Ja! Die Weltrangliste erst recht!

Da gibt es beispielsweise
Deutschland
Das Land der Dichter und Denker. Ein seltsames Land, das über alles diskutieren kann, vor allem über das Wetter, wenn es nicht gerade zwischen 22 und 25 Grad warm ist. Dank der großen Denker wissen die Teutonen inzwischen auch von den schwierigen, ja fast mörderischen Wetterbedingungen in Brasilien. Das Klima dort ist für die Spieler der Deutschen deswegen auch ein Riesenproblem. Wie kann man nur die WM in ein Land vergeben, das aber auch wirklich so viel Klima hat und in dem das Wetter, in allen seinen Gemeinheiten auch noch vom Klima abhängt? Wie soll man dort flink wie ein Windhund, wie soll man hart wie Kruppstahl einem Ball hinterherrennen? Seit dieser Dolchstoß der Fifa in den Rücken der unbesiegten (in der Quali) Truppe bekannt ist, erreicht Sepp Blofeld in Deutschland in etwa die Sympathiewerte von Weihnachten ohne Schnee.
Einer ist gewappnet: A6, 230 km/h , die Frisur sitzt. Campo Bahia, Fähre, 8 Knoten, die Frisur sitzt. Ja, Jogi Löw ist metrosexuell, metrosexuell, metrosexuell! Andere gingen schon in vorauseilendem Gehorsam vor dem Klima in die Knie und so lief der WM-Countdown des Teams auch nach der Melodie von „Zehn kleine Negerlein“. Gündogan war der erste Wetterfrosch der sich von der Leiter stürzte, Reus bislang der letzte. Die Deutschen sind nun mal ein gefühlvolles Völkchen. Sie spüren Wetteränderungen nicht nur in den Knochen, sondern auch in den Nerven, den Sehnen, den…..
Deutschland ist tatsächlich einer der Favoriten. Trotz der Ausfälle sind fast alle Positionen erstklassig besetzt. Mit dem schnellen Kombinationsspiel von Özil und ´dem Rest der Offensive kann sich keine der anderen Mannschaften messen.
Deutschland ist wirklich kein Favorit. Wegen der Ausfälle, hat der Bundestrainer kaum Optionen und Özil und der Rest der Offensive wirken nicht fit und deswegen viel zu statisch, um sich mit den anderen Mannschaften messen zu können.
Was soll´s? Das sind doch keine Kategorien für ein WM-Turnier. Hat ein Netzer 74 eine Rolle gespielt? Nein, es sei denn als Sparringspartner im Training. Interessiert es mich, ob Deutschland Weltmeister wird. Nein, ich bin froh, dass man dem Spiel der Nationalmannschaft zusehen kann, ohne sich dafür schämen zu müssen. In den guten Momenten spielt das Team sogar den besten Fußball, den ich von Deutschen je gesehen habe. Wenn sie so spielen und so grandios scheitern wie Brasilien in den Achtzigerjahren, dann ärgere ich über das Scheitern aber freue mich viel mehr über das Auftreten des Teams. Deutschland, Deutschland über all… hat schon genug angerichtet. Allein die Frage, ob Deutschland Weltmeister wird, ist, wenn die Antwortmöglichkeiten nur „ja“ oder „nein“ sind, ein entsetzlich dummes Zündeln mit ekelhaftem Nationalismus, auch wenn ein Führungsspieler nun tunesischer Abstammung ist.
Natürlich muss sich noch einiges verbessern. Ein Özil muss beständiger am Spiel teilnehmen und seltener untertauchen. Eine echte oder falsche Neun sollte sich schon in den Strafraum hineinbewegen, wenn ein Angriff über die Flügel kommt, ansonsten sollte der Bundestrainer schneller handeln und jemand anderen aufstellen. Die Möglichkeiten sind ja nicht zu knapp vorhanden. Es gibt genug Spieler, die geil auf die WM sind und ein Thomas Müller ist inzwischen in der Werbung soweit vertreten, dass er sogar der Star der WM werden kann.
Deutschland ist ein seltsames Land. Die Nationalmannschaft ist viel besser als es die Fans verdient haben. Wenn das Team auf dem Feld zueinander findet, kann es sehr weit kommen, trotz des Klimas Brasiliens und trotz des Klimas in den Umfragen.

Dann gibt es da
Portugal
Ein Land, dem keiner unterstellen würde, es sei ein Land von Dichtern und Denkern. Ein Land in dem auch über alles diskutiert und zwar über alles gleichzeitig, da die Beteiligten einer Gesprächsrunde sich auf Grund des Genuschels und Gezischels grandios gegenseitig nicht verstehen. Ein kleines Land, aber voller Klima, das gewaltigen Einfluß auf das Wetter hat, ein Land das deswegen bestens für Brasilien gerüstet ist.
Und auch fußballerisch ist Portugal ein Land, das nicht gegenteiliger zu Deutschland sein konnte. Noch vor kurzer Zeit freute man sich über den ästhetischen Stil der Luisitanier als Abwechslung zu dem Gehumpel und Gerumpel, das deutsche Teams zeigten. Heute ist es zwar kein Gerumpel, was Portugal anbietet, doch die eigentliche Stärke des Teams ist eine unbarmherzige Innenverteidigung, die gewissenlos ihren Job verrichtet. Wenn das Spiel dann gerade über Joao Moutinho nach vorne gebracht wird, dann gibt es dort noch einen Weltfußballer. Das einzige Problem dieses Spielers ist seine unglaubliche Arroganz. Mehrfach in dieser Saison ist er für Real Madrid aufgelaufen, nur um Tore zu schießen. Natürlich grenzt das schon fast an Wettbewerbsverzerrung, aber das ist CHRISTIANO RONALDO dos Santos Aveiro egal, weil er es natürlich ausschließlich macht, um sein Ego zu befriedigen. 56 Tore hat der Pfau auf diese Art in Europa gemacht. Siebzehn mehr als der zweitbeste Torjäger der bei der WM dabei ist, der uneitle, absolut mannschaftsdienliche aufopferungsbereite Kämpfer Lionel Messi.
Perdoe Portugal, Sarkasmus versteht ihr ja eh nicht. Fazit. Portugal kann Favorit sein. Die Innenverteidigung funktioniert normalerweise so gut, dass der traditionell fehleranfällige Torhüter die Defensive selten gefährden kann und auch die Schwächen der Außenverteidiger gut ausputzen kann. Davor steht mit Raul Meirelles ein Spieler, der ähnlich kompromisslos ist und dazu einer der Topfavoriten für den „Philosoph des Turniers“. Wenn Joao Moutinho gut ins Spiel kommt, ist Portugal zu sehr feinen Offensivaktionen in Stande, die der selbstverliebteste Mensch aller Zeiten durchaus auch mal abschließen kann. Trotzdestonichts wird auch dieses Turnier für Portugal mit elendem melancholischen Fado enden und mit Interviews, die kein Mensch versteht, es sei denn Christiano Ronaldo spricht Englisch oder Spanisch.

Ghana

Ölkjnbu, fällt wohl jedem zu Ghana als erstes ein. Schon wieder ein Land voller Afroamerikaner. Doch seit Jahrzehnten gibt es in dem westafrikanischen Musterland die talentiersten Spieler des afroamerikanischen Kontinents. In dem Land leben…, nein, aus diesem Land kommen auch einige der intelligentesten und witzigsten Vertreter der Region. Der eine oder andere erklärte die Ghanorrhea auch zum WM-Favoriten. Das ist nun schon erstklassiger afroamerikanischer Humor. Wer das Team in einigen Spielen der letzten zwölf Monate gesehen hat, der kann dann auch herzhaft darüber lachen. Während Deutsche und Portugiesen so aussahen, als hätten sie 48 Stunden im Friseursalon verbracht, so sahen die meisten Ghanaer aus, als hätten sie eine Brauereibesichtigung hinter sich. Zugegebenermaßen spielten die Black Stars, tschulligung, Afroamerican Stars nie mit all ihren Stars, doch paarten sich Harmlosigkeit mit Unvermögen. Jetzt bei der WM sind allerdings auch die Spieler dabei, die auch nach einer Brauereibesichtigung noch im Stande sind, mit dem Ball das zu tun, was eigentlich vorgesehen ist. Die Söhne Peles (natürlich nicht der Brasilianischen Ikone, die Werbung für Impotenz macht, sondern die Söhne Abedi Peles) sind dabei, Asamoah Gyan (Nicht zu verwechslen mit Gerald, der Moah kann gehen, Asamoah) ist ebenso dabei und manche dieser Stars scheinen auch fit zu werden oder in Form zu kommen. Obwohl Ghana seltsam spielt und es somit schwer ist, gegen sie zu spielen, sehe ich in der Gruppe afroamerikanisch für das Team, muss aber auch konstatieren, dass Ghana die afrikanische Mannschaft ist, die am schwierigsten einzuschätzen ist und die deswegen für die positivsten Überraschungen sorgen kann. Wer weiß schon, was passiert wenn Jerome gegen Kevin Prince (wie macht die Kuh http://youtu.be/cCYFbxtbRH4) Boateng spielt?

Und da gibt es noch die
USA
Ein Team, das die ganze Zerissenheit der US & A wiederspiegelt. Fußballer sind einfach keine WASPS, Fußballer sind Katholiken (bös!), Chicanos (bös!) oder Frauen (voll schwul!). Und diese Nicht-Whiteanglosaxonprotestants sind nun in der US or A die Mehrheit. Pech gehabt Tea Party!!!!
Nur was den Fußballverband der US #A geritten hat, den schwäbischen Bäckergesellen zum Teamchef seiner Nationalmannschaft zu machen, weiß nun wirklich kein Mensch. Soccer war doch auf einem so guten Weg! Der Torhüter, Scheiße! Arschloch! Zuck! ist wirklich gut, obwohl er am Touretsyndrom leidet. Der Sohn des letzten Trainers Michael Bradley ist ein Spieler, der internationale Klasse ausstrahlen kann. Jozy Altidore kann ein guter Stürmer sein, hat aber eine katastrophale Saison hinter sich. Ansonsten gibt es viele Spieler, die man nur besser machen könnte, wenn man eine Ahnung davon hätte, wie. Ein paar Routiniers, die seit Klinsmann da ist, überlegen, wo sie mit Baseball anfangen könnten. Vielleicht mag der blonde Selbstdarsteller an der Seitenlinie es schaffen, Begeisterung im Team zu erzeugen, doch alles andere als drei klare Niederlagen der US>A wäre eine Enttäuschung und schlecht für Soccer.

PS: Möchte jemand zu einzelnen Spielern der deutschen Nationalmannschaft etwas wissen, ja eine genaue ehrliche Analyse, so darf man mir gerne ein Mail schicken. So dümmlich wie die Diskussionen bislang geführt wurden, mochte ich mich einfach nicht näher über einzelne Spieler oder die Kader, bzw. Kadaverzusammensetzung äußern