Gruppe A

Südafrika, Mexico, Uruguay, Frankreich

Was für ein Auftakt in diese WM. Da ist ja nur noch Traumfußball im Angebot. Es ist schon sehr interessant, ob das Niveau der EM-Gruppe mit Deutschland, Polen, Österreich und Kroatien nicht in dieser tollen Gruppe noch gesteigert werden kann.

Da haben wir den Gastgeber Südafrika, der in der WM-Qualifikation so früh gescheitert ist, wie noch kein Gastgeber zuvor, am 21.06.2008 durch ein 0-0 gegen Sierra Leone, was in den letzten Jahren schon eines der torreichsten Spiele der Bafana Bafana war. Die meisten Fußballer haben ja irgendwann als Fans begonnen. Das erklärt sicherlich zum Teil die Spielintelligenz des Gastgebers (siehe Vuvuvuvuzela und Hyperventilation). Ja mit dem Ball umgehen, können fast alle Spieler, aber war es nicht Sartre, oder doch Camus, der die berühmte Zeile erschuf: „Beim Fußball wird alles durch die Anwesenheit des Gegners verkompliziert.“ Das trifft auch die BafanaBafanaBafanaBa… so zu wie auf keine andere Mannschaft, die ich in den letzten Jahrhunderten habe spielen sehen.
Es ist einfach zum Wegsehen und erst recht zum Weghören. Mit den Tröten im Rücken, warum eigentlich nicht im verlängerten Rücken und mit einiger Hilfe der Schwarzen (nein, die sind ja inzwischen bunt) wird es Südafrika zu irgendeinem Tor schaffen, auch wenn der entsprechende Torschütze noch gar nicht erfunden ist. Das und ein hochinteressantes, taktisch kluges 0-0 gegen Frankreich, bringt die Mannschaft zwar in dieser einfachen Gruppe nicht weiter aber wird sicherlich zu mitleidsvollen Sprüchen führen, wie: „Aber sie haben Sympathien gewonnen“
Warum eigentlich?

Ayayayayai, peng, peng
So kennen und so lieben wir Mexico. Und so spielte Mexico auch immer wieder einmal. Stürmisch und mit einem „Viva Zapata!“ auf den verkrusteten Lippen bereitete die Mannschaft mehr Freude als Langeweile. Nur manchmal passierten auch Spiele, die so interessant waren, als würde man in Warteschleife des Münchner Gesundheitsamtes festhängen, (La Cucaracha, 45 Minuten lang, also wundert euch bei mir über nichts mehr)
Was soll man nun von dieser Equipo halten? Ernsthaft, das ist eine Frage!
Nach den böse gescheiterten Experimenten mit Eriksson und (Arschl..-)Hugo Sanchez ist das Team in einem Umbruch, der noch nicht zu Ende ist. Ich fürchte, Daumen runter, auch wenn in dieser Gruppe mit Fußball 2000 vieles möglich scheint. Ich hoffe, dass ich mich irre, denn die Fans der Mexicanos waren 2006 die absolut freundlichsten und hübschesten in München.

Ja Uruguay war zwei Mal Weltmeister. Zwar hatte Prometheus damals den Göttern noch nicht den Ball geraubt und den Menschen gebracht, aber Tatsache ist Tatsache. Aber die Spieler Uruguays waren niemals durch sportliche Großtaten bekannt, sondern durch 106 der schlimmsten 100 Fouls und Tätlichkeiten, die bei WM-Turnieren nicht von Zineddine Zidane begangen wurden. Bei aller Liebe, waren das meistens Metzger. Spiele gegen frühere Urus waren bei den Gegnern unbeliebter als eine Wurzelbehandlung wie im Film „Der Marathonmann“. Und auch heute noch gibt es einige Spieler, die wohl besser beim Thaiboxen aufgehoben wären. Doch vorsichtig, eine neue Generation erstklassiger Spieler versucht jetzt offensiv zu glänzen. Diego Forlan, Luis Suarez stehen für die ganz feine Klinge und nicht für die Richtaxt. Und daher sollte man die Uruguayos nicht unterschätzen. Ich persönlich traue den Uruguayanern sogar den Gruppensieg zu und damit auch ein interessantes Achtelfinale gegen ihre besten Freunde von der anderen Seite des Rio de la Platas. Und dann könnte es traditionell krachen. Ein Spiel in dem der Schiedsrichter wohl besser zwei Kartensets dabei hat.

Und nun zu einem ganz traurigen Clown. Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech wird ja nach der WM gehen, aber viele fragen sich: Sacre bleu, warum erst danach? Dabei tut man ihm ja unrecht. Gut, seine Qualification ist das unfallfrei Zählen bis „once“. Aber die Skurrilität dieses Louis de Funes mit Haaren wird eine Lücke im Fußball hinterlassen. Und er kann ja nun auch nichts dafür, dass ihm das Volk der Grande Nation vorwirft, er habe bei der Nominierung alles falsch gemacht. Barthez, Blanc, Thuram, Deschamps, Petit wollten sich partout nicht nominieren lassen. Mon dieu et Merde alors, aber auch. Dabei hat er ja tolle Spieler zur Verfügung. Nur die werden wie immer spielen wie die Franzosen: langweilig und feige, sobald sie dass Tricot mit die Ahn an-aben. Aber so ist Frankreich: Man hat die besten Köche und die beste Küche, bekommt aber in seltsamen Trögen nur Schweinefutter. Man ist die Nation d´amour. Aber sobald Francois und Francoise alleine sind, wissen sie nichts mit sich anzufangen. Man ist die große Kulturnation, aber die berühmtesten Franzosen sind fast alles Belgier. Aber immerhin, das ist für die Spieler offenbar ein Anreiz. Den „ungezwungenen“ Umgang mit Minderjährigen des anderen Geschlechts haben sich die Spieler bei den nördlichen Nachbarn erfolgreich abgeguckt. Allons enfants und dann aber zu Jacob Zuma, zur Aids-Aufklärung und das kalte Duschen nicht vergessen.
Mit einem oder zwei Törchen (Buts) könnten es die hässlichen Entlein rund um ihr wertvollstes Exemplar, den alten Schweißfleck Franck Ribery, schaffen, ins Achtelfinale zu stolpern. Dass l´equipe aber so weit kommt, dass alle Domenech ganz furchtbar liebhaben, so weit wird es nicht kommen. There goes the clown.

Schalten Sie bald wieder ein, wenn es heißt. Maradona gegen Rehakles, wer wird in die Niggeria aufgenommen?