Zur Banalität des Blöden gehören inzwischen Zweifel an der Winterpause, obwohl nicht zu erkennen ist, dass schon Viele wieder Lust auf die Bundesliga haben. Vereine können den Fußball auch mit Trainerwechseln nicht neu erfinden. Das Transferfenster ist bis knapp vor dem 20. Spieltag geöffnet und wer jetzt kein Haus hat wird keines mehr finden.

Die Fehler, die vor der Saison gemacht wurden, können kaum gut gemacht werden und doch sollten diejenigen, die im Sommer die meisten Fehler gemacht haben, nun am meisten handeln. Deswegen kann die Vorschau auf die Rückrunde hier sehr kurz ausfallen und es darf in aller Bescheidenheit auf die Saisonvorschau im August hingewiesen werden. Auch jetzt ist noch vollkommen unklar, wer Meister wird.

1. FC Nürnberg

Der Club is a Debb und wird sicher nedd Meisder, wohl auch gaum nächstes Jahr die hässliche Radgabbe für den Zweitligameisder in Embfang nehmen. Im besten Falle gönnen die Nürnberger den Abstiegsgampf lange spannend halden.

Hannover 96

Vielleicht bietet Hannover ja noch ein bisschen interessante Streitkultur. Vermutlich wird die Rückrunde ein bisschen besser als die Vorrunde. Ob das zum Klassenerhalt ausreicht, hängt auch an anderen.

VfB Stuttgart

Macht´s nur so weiter! Wobei das eigentlich fast unmöglich ist. Aber ich habe ja nichts gegen Slapstickeinlagen durch Profis. Fußball wirkt dann so geerdet. Ach so?? Man nennt das heute „individuelle Fehler“? Wird die Schadenfreude weniger, werden die Punkte mehr.

FC Augsburg

Augsburg war wirklich viel stärker als es der Tabellenplatz oder die Punktzahl aussagen. Fragt nach beim BVB oder in München. Wann beginnen sie nur ihre Stärken in Erfolge zu verwandeln? Hoffentlich deutlich vor dem Mai.

Fortuna Düsseldorf

In Ruhe erfolglos, in Ruhe erfolgreich, so können Friedhelm Funkel und die Seinen es schaffen!

Schalke 04

Zuviel ist halt immer zu viel! Trainer Tedesco zeigte perfekt, was zuviel Rotation ist, rotierte die Guten oder Erfolgreichsten zu häufig raus. Zu dumm, dass zu viel und zu häufig zu zu wenig Punkten führt. Klappe zu!

FSV Mainz 05

Die Mainzer haben sich gefunden, was in der übersichtlich großen Stadt ja auch möglich sein sollte. Doch sie sollten sich nicht sicher sein, sich nicht wieder zu verlieren. Sieben Punkte auf den Relegationsplatz klingen nur viel.

SC Freiburg

Freiburg holt einen italienischen Nationalspieler. Das soll nun dazu führen, dass der Fußball endlich wieder schöner wird? Absurderweise kann das glauben, hoffen, lieben.

Werder Bremen

Bremen? Ach lasst uns einfach hoffen, dass Claudio Pizarro zum ältesten Torschützen der Geschichte der Fußballbundesliga wird. Alles andere ist längst gesagt.

Bayer Leverkusen

Eigentlich mag ich es ja nicht, Sätze mit „eigentlich“ zu beginnen. Eigentlich hat Peter Bosz, der neue Trainer, die Spieler für sein bevorzugtes 3-4-3. Eigentlich kann man aber nicht davon ausgehen, dass der durchaus sympathische Käskopp alles besser macht als sein Vorgänger, denn eigentlich hat er und ignoriert er das selbe Problem wie annodunnemal in Dortmund; die Defensive.

Hertha BSC

Sollte die Hertha die beste Rückrunde der letzten Jahre spielen, so ist das noch lange kein Grund auf internationalen Fußball zu hoffen, dafür waren die vergangenen Rückrunden zu schlecht. Wollen wir doch alle mal hoffen, dass es nicht die beste Rückrunde wird, da ja ohnehin keiner hingehen würde.

TSG Hoffenheim

Faszinierend! Alles wird anders in Hoffenheim. Die Mannschaft hat plötzlich Training auf dem Stundenplan. Wenn nun auch noch trainiert werden kann, den Ball aus kürzester Entfernung zwischen die Pfosten, statt gegen die Pfosten zu schießen, dann könnte noch einiges drin sein, sogar die Möglichkeit in der nächsten Hinrunde wieder kaum trainieren zu können.

Eintracht Frankfurt

Wann kann man schon sagen, dass man sich für Adolf gefreut hätte. Dass Trainer Adi Hütter trotz des schwierigen Anfangs weiter auf einen attraktiven Angriffsfußball gesetzt hat, machte auch außerhalb der Kleinstadtmetropole am Main Eindruck. Weiter so, dann könnte sich dieses Jahr der Einzug in die Europaleague auch verdient wiederholen.

VfL Wolfsburg

Den Erfolg der Wölfe in der Hinrunde kann man ebenso den eigenen Fans widmen wie es beim Erfolg der Stuttgarter in der letzten Rückrunde passiert ist. Saubere Arbeit Bruno! Eine im Sommer noch schüchtern keimende natürliche Hierarchie entwickelte sich fast schon zu einem echten Teamgeist. Ein Geist, der in Wolfsburg schon fast gespenstisch wirkt.

Leipzig

Wird Forsberg jemals wieder richtig fit, dann kann man in Leipzig vielleicht wieder einen Fußball sehen, der auch für Kritiker des Vereins eine Existenzberechtigung des Fußballs in Leipzig darstellt. Auch wenn es recht erfolgreich war, so konnten die Darbietungen in der Hinrunde nur wenig überzeugen. Die Hektik, die bei den Gegnern verursacht werden sollte, steckte auch die eigene Mannschaft zu häufig an. Es bleiben Zweifel.

Borussia Mönchengladbach

Im Prinzip ist zu den Gladbachern alles schon im Sommer gesagt worden. Fünf Monate später ist auch anderen Berichterstattern aufgefallen, dass der Erfolg in der Rückrunde davon abhängt, dass die Abwehr von Verletzungen und Sperren verschont bleibt. Leute, Ihr habt recht! Das muss man mal vorbehaltlos anerkennen.

Bayern München

Soll wieder rotiert werden oder soll die Zahl der enttäuschten Minen auf der Tribüne steigen? Das wird die große Frage in der Rückrunde sein. Es müsste allerdings nicht die Frage sein. Entscheidend ist viel eher, dass die Konzentration beim Torabschluss endlich wieder wächst. Viele Punkte wurden bereits liegen gelassen, weil verschiedenste Spieler einfach nicht die Geilheit hatten, den Ball im Tornetz zappeln zu sehen. Einfach wird das alles nicht….

…doch da ist ja noch

Borussia Dortmund

Vor der Saison wurde an dieser Stelle deutlich gemacht, dass Dortmund nicht Meister wird. Und dabei bleibt es! Es ist kaum zu erwarten, dass Dortmund noch einmal ein solches (Vorsicht: böses Modewort) Momentum erwischt, wie es nach dem sechsten Spieltag der Fall war, als die Bayern in Berlin verloren und die Dortmunder das Spiel in Leverkusen drehten, obwohl Leverkusen auch nach eigener 2-0 Führung beste Chancen auf weitere Tore hatte. Das war ausschlaggebend für das Selbstbewusstsein für weitere Siege, die den Bayern als Dusel ausgelegt worden wären. Nicht falsch verstehen: Dusel-Dortmund zeigt guten Fußball und ist verdient Tabellenführer.

Eines scheint in dieser Saison jedenfalls klar. Der Kampf um die Meisterschaft wird spannender als der Abstiegskampf. Zu Ostern wird es keinen Meister geben und nicht nur weil Ostern so spät ist. Vielleicht werden zu Ostern sogar noch mehr als nur zwei Vereine die Eier haben, um um die Meisterschaft zu rammeln.

Wenn sich dann nun im Eröffnungsspiel der Rückrunde nicht die selben Ärgernisse wiederholen, die einem schon das Auftaktspiel versauten, so könnte sich doch noch eine gewisse Freude über das Ende der Winterpause einstellen.

Und jetzt geht’s naus und … (kennst as ja!)