Gerade erst ist die letzte Großveranstaltung vorbei und nun geht es schon wieder los. Ab Sonntag bewerben sich 53 europäische Mannschaften darum, ein Spiel zu erreichen, das am 10.Juli 2016 in Paris stattfindet. Die Geschichte lehrt uns, dass nur eine Mannschaft dieses Spiel erreichen wird, da Frankreich aus, nennen wir es mal sportlich unerheblichen, Gründen wohl wieder das Finale im eigenen Land erreicht. Aber bitte was soll es, dass beinahe die Hälfte der Qualifikanten auch ab dem 10.Juni bei dem Turnier teilnehmen darf? Selbst Gruppendritte der Quali dürfen sich Hoffnung machen.

Um Dingens Willen, ich hab ja sicher nichts gegen den Vergleich von angeblich „Kleinen“ gegen die Topfavoriten, doch all das Mittelmaß, das schon bei der vergangenen WM für Spiele sorgte, die dem geneigten Betrachter nur die Zeit raubten, wird 2016 in der Vorrunde zur Normalität. Nichts gegen neue Teilnehmer, das sind häufig die Interessantesten, doch so viele sowieso langweilige Mannschaften, werden schrecklich langweilige Spiele, gegen die „Großen“ in spielerischer Krise bieten. Dazu spielt nun vollkommen albernerweise auch Frankreich in der Gruppe I mit und bestreitet auf Wunsch der UEFA einige Pflichtländerspiele. WAAAAAS? WIIIIIE bitte? Welch grenzdebiler Korrumpel hat sich das wohl ausgedacht? Ist die UEFA tatsächlich genauso moralisch flexibel wie die weltweite Organisation Föderation Internationaler Förderer des Austausches versteckter Gelder (FIFA)?

Der dringliche Zwischenruf von Beppi Blofeld (verzeiht! Blatter natürlich), dass es nun auch wirklich gar keinen Grund dafür gäbe, überhaupt darüber nachzudenken, die WM 2018 vielleicht doch nicht in Russland, der mächtigsten Kleptokratie dieser Welt zu auszutragen, lässt die beginnende Quali der UEFA glatt vergessen. Die FIFA arbeitet also mit Russland zusammen. Postzugräuber, griechische Reeder, die Pharmaindustrie und sogar die Mafia zweifeln an ihrem Lebensplan! Und das ist auch der einzige Grund, warum mal rein theoretisch eine Fußballweltmeisterschaft im heutigen Russland positive Aspekte haben könnte.

Fakt ist, dass sich das Gastgeberland (welch Pars pro Toto) in den letzten Jahren an keine internationalen Vereinbarungen hält. Putin´s Russland beweist in absolut jeder Hinsicht, dass es kein verlässlicher Partner ist. Sogar beim Wodkawettsaufen ist der Junta zuzutrauen, nach jeder leeren Flasche die Regeln zu ändern. Wie soll allein eine WM-Qualifikation ablaufen, wenn zumindest die direkten Nachbarländer, die der Schwulenikone in Moskau nicht sofort weit in den Anus kriechen, schon heute ganz offen über Kriegsangst reden. Aber für die FIFA ist das Land gerade gut, oder besser gesagt richtig genug, um das größte globale Ereignis neben olympischen Sommerspielen auszutragen. Naja, man hat ja soooo viele gute Erfahrungen damit, dass Großereignisse positive Wirkungen haben. Freunde!!! Wie lange sind die olympischen Spiele in Sotchi her? Mag das jemand mal recherchieren?

Ich möchte dem DFB-Präsident Niersbach doch mal rechtgeben, wenn er sagt, dass ein Boykott der WM nicht die richtige Lösung ist. Aber das ist nicht die Frage, die man vier Jahre vor dem Event stellen muss, die Frage ist eher, wie man nun das Turnier irgendwo austragen kann, wo niemand davor Angst haben muss, nicht der neuen und alten, superheterosexuellen, superorthoxen Rasse anzugehören. Die Frage ist eher, wer die FIFA dazu bringen kann über ihr fatales Verhalten nachzudenken. Wahrscheinlich ist die einzige Lösung, dass man den milliardenschweren Verein mit teuren Prozessen eindeckt. Nun wäre noch die Zeit dafür.

Ein trauriges Dokument über das Nichtstun ist die Dokumentation „Das Mädchen-Was geschah mit Elisabeth K:?“

F.F. wünscht jedenfalls der BUMANN