Trainer, Lehrer, Gurus, alles Begriffe für den selben Job. Doch während Deutschlehrer, die am lebendigen Organismus, der Sprache, arbeiten, morgens schon die Frage erörtern, wie sie die lebendige Sprache vergewaltigen können, soll den Fußballtrainern eher selten unterstellt werden, keine andere Intention zu besitzen, als den lebendigen Organismus Mannschaft zu vergewaltigen.

Ja, man darf das Gute in jedem Trainer sehen. Höchstens ein bis zwei Trainer, die in der vergangenen Saison im deutschen Profifußball tätig waren, sind in ihrem Beruf falsch aufgehoben. Diese sind Vertreter der Zunft, die eher zufällig in die Rolle des Cheftrainers gerutscht sind, in einem einzigen Umfeld eine Weile erstaunlicherweise Erfolg hatten und dummerweise versuchen, genau ihre damalige Arbeit in einem völlig anderen Umfeld zu reproduzieren. Das kann nicht funktionieren.

Zurecht beklagen sich einige Trainer inzwischen öffentlich darüber, dass ihre tägliche Arbeit von den Kritikern, die eigentlich allzu häufig Verleumder sind, nicht gesehen und damit nicht eingeschätzt werden kann. Sie beklagen diesen Umstand sicher zurecht, wenn nun bereits ein Trainer, der das Double holte, öffentlich angezählt witd. Sie beklagen diesen Umstand auch zurecht, wenn inzwischen Trainer sogar bereits auf den Verdacht hin, es könne die Saisonplanung gefährdet sein, entlassen werden. Bei den sogenannten Traditionsvereinen potenziert sich diese Gefahr inzwischen dadurch, dass Ehemalige aus „guten alten Zeiten“ in Vereinsgremien und auch in verschiedenen Medien, eigentlich sogar überall ihren Senf dazu geben und dabei entsetzlicherweise Gehör finden, ob sie nun nah an der Mannschaft sind, oder vielleicht auch nur die Ausschnitte eines Spiels in der Sportschau gesehen haben. Vereine, die weniger der sogenannten „Tradition“ haben, können deswegen häufiger viel ruhiger arbeiten.

Heutzutage geraten Trainer auch unter einen Druck, den es in früheren Jahren kaum gab. Spieler sind teilweise zu Wertanlagen verkommen, die gehegt und gepflegt und natürlich eingesetzt werden müssen, auf dass die Investition auch geschützt wird. Das gilt in einigen Vereinen auch, um Musterbeispiele für die eigene ach so gute Jugendarbeit präsentieren zu können und dieses geht dann entsprechend häufig schief. Genügend dieser Spieler haben sich als ewiger Irrtum herausgestellt und bekommen dennoch teilweise gut dotierte Verträge bei prominenten Vereinen oder dürfen gar in den nationalen Auswahlmannschaften spielen. Auch bei der U 21- Europameisterschaft kann man nun einige dieser Exemplare spielen sehen. Es ist so schwer wie nie zuvor, einen Irrtum einzusehen, wenn man lange genug von Beraterfirmen, pardon Parasiten bearbeitet wurde. Irrtümer wie im wahren Leben. Gerade an dem Tag, an dem klar zu werden scheint, dass Rechtsterroristen zum ersten Mal einen Politiker in Deutschland ermordet haben, verteidigt ein Ministerpräsident die Forderung für mehr Toleranz gegen Rechts. Lange genug wurden Morde und Anschläge auf Flüchtlinge und andere Andersdenkende nicht als das eingestuft, was sie sind. Man muss Irrtümer nur lange genug wiederholen, damit der Glaube daran gestärkt wird und alle, oder zumindest die Mehrheit, dieses falsche Spiel mitspielen.

Schwierig genug zum Fußball und zu seinen Trainern zurückzukommen, aber beurteilt sie nach ihren Taten, nicht danach, was von angeblichen Experten über sie verbreitet wird. Da gibt es einen sehr prominenten Vertreter, der an dieser Stelle häufig genug zurecht verteidigt wurde, der über Jahre hinweg, den Fehler beging mit Nibelungentreue an Spielern festzuhalten, die aus verschiedenen Gründen im Verein längst keine Leistung mehr boten. Der selbe Verantwortliche begeht nun den selben Fehler und gibt, ohne das das Leistungsprinzip im Fokus steht, den Hagen und beendet Karrieren so unnötig wie er andere erhalten hat. Wenn es nicht auf Leistung ankommt, auf die Form von Spielern, ja dann braucht es schon sehr viel Glück, um Ziele zu erreichen.

Die Höflichkeit verbot es bislang Namen zu nennen, doch jede Ähnlichkeit mit realen Personen ist keineswegs zufällig. Namen werden nun genannt, wenn es um die nicht ganz so erfolgreichen Vereine der vergangenen Bundesligasaison geht, beispielsweise den

1.FC Nürnberg

Man kann es nicht häufig genug wiederholen und es wird dennoch nie zum Irrtum. Der Club is a Depp und geht den Weg den er so häufig wie kein anderer Verein gegangen ist. Dieser Weg wird kein leichter sein.

Hannover 96

Der famos von allen Seiten erarbeitete Abstieg erinnert an den Abstieg einer bundesdeutschen Partei, der auch in Hannover begann.

VfB Stuttgart

Der VfB ist nahezu ein Musterbeispiel für vieles, was man alles falsch machen kann, wenn man auf die falschen Ehemaligen hört und eigene Irrtümer nicht eingestehen kann. Die Aufstellungen der vergangenen Saison und die Transfers nach dem Abstieg machen klar, das dies längst nicht das Ende der Fahnenstange ist, die tief im Dreck steckt.

FC Augsburg

Schon bei der ständigen aktuellen Vertretung dieser Seite, bei den ULTRAS Gänseblümchen auf Facebook, wurde vor dem Fehler gewarnt, der so untypisch für den FCA ist, den ewigen Intriganten Jens Lehmann ins Trainerteam zu holen. Das sind Fehler, die ein Team zerstören können. Es wird noch viel Arbeit nötig sein, diesen Fehler wiedergutmachen zu können. Schade Augschburg.

Schalke 04

Während Schalke schon in der Saison der Vizemeisterschaft ganz schlimme Kost geboten hatte, doch erfolgreich gewesen war, da der Trainer viel richtig gemacht hatte, ist Schalke nun nur durch die Schwäche anderer Teams nicht abgestiegen, da der selbe Trainer wirklich alles, was nur möglich war falsch machte. Tedesco wird ja noch immer als ein ausgesprochen sympathischer Mensch dargestellt. Dagegen kann man wohl nichts sagen, erst recht nicht, nachdem man spätestens nach zwei Sätzen aus des Übungsleiters Mund eingeschlafen ist. Falsche Taktik, falsches Personal, falsche Personalpolitik, die sicher nicht nur gegen den Willen des Trainers betrieben wurde. Sagen wir es positiv: Tedesco war zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort und hat stets falsch reagiert. Er darf es aber noch einmal irgendwo versuchen, irgendwann.

SC Freiburg

So langsam sollte der SC mal wieder mehr bieten als großartige Interviews und Pressekonferenzen von Trainer Christian Streich. Die Freiburger hatten zwar von allen Teams vielleicht das größte Verletzungspech, doch vieles war schon sehr sehr anstrengend.

Mainz 05

Wo sind die Zuschauer hin? Mainz hatte endlich wieder etwas zu bieten. Fußball mit Intensität und Identität, eine tolle Bilanz bei Heimspielen, sicher keine Überkommerzialisierung wie bei vielen anderen. Ergebnis: Eine schöne Saison und 1500 Zuschauer weniger im Schnitt.

Hertha BSC Berlin

Vielleicht lohnt es sich, in der nächsten Saison über Fußball in der dümmsten Reichshauptstadt aller Zeiten zu schreiben. Das wird allerdings kaum von der grausten Maus unter den grausen Mäusen inspiriert, sondern eher von Aufsteiger Union.

Fortuna Düsseldorf

Sechs Spiele am Stück verlor die Fortuna in der Hinrunde und der Trainer blieb ruhig, danach verloren sie nur noch zwei weitere Spiele, holten ein legendäres Unentschieden in München und fügten Dortmund die erste Niederlage zu und der Trainer blieb ruhig. Als sich Teile des Sportvorstandes, allen voran der Vorstands-Chef Robert Schäfer im Winter auf Kosten des Trainers profilieren wollten, blieb der Trainer nicht ruhig und gewann und mit ihm das Mannschaftsklima. 26 Punkte in der Rückrunde und der sensationelle Platz 10 sind eine der positivsten Überraschungen der Saison 2018/19. Auch wenn die allgegenwärtige Begeisterung um Trainer Funkel jetzt bereits den den Keim des Scheiterns in sich birgt

Von der positiven Überraschung zu den Problemen des deutschen Fußballs. Diese natürlich bei der ersten Hälfte der Abschlusstabelle, bald an selber Stelle.